Orthopädische Schuhzurichtungen beinhalten die Einarbeitung von orthopädischen Elementen, wie zum Beispiel Abrollhilfen, Schuh- und Absatzerhöhungen. Diese werden nach funktionellen und gesundheitlichen Gesichtspunkten individuell integriert und helfen, vorhandene Beschwerden zu beseitigen oder vorzubeugen. Die orthopädischen Elemente müssen baumuster-
geprüft sein, damit diese weiterhin der Norm EN ISO 20345 entsprechen. Die Baumusterprüfungen erfolgten durch den TÜV Rheinland.

Orthopädische Zurichtungen können ausschließlich von ATLAS®-zertifizierten Orthopädieschuhmachern vorgenommen werden. Hierfür steht Ihnen ein flächendeckendes Netzwerk zur Verfügung. Wir beraten Sie gerne.

1. Wählen Sie ein Schuhmodell in Ihrer Größe und Weite aus der ATLAS® Ergo-Med® Serie aus.

2.
Teilen Sie uns die verordnete Anpassung mit und reichen Sie uns das Rezept ein oder wenden Sie sich an einen unserer zertifizierten ATLAS® Orthopädieschuhmacher. Die Kontaktdaten der zertifizierten Orthopädieschuhmacher können Sie auf Anfrage von Frau Hülsmann erhalten.

3. Der Orthopädieschuhmacher wird die notwendige Zurichtung durchführen.

4. Die Auslieferung und die Abrechnung der vorgenommenen Maßnahmen erfolgt durch ATLAS® oder den Orthopädieschuhmacher.

5.
Die Kosten für Sonderanfertigungen können im Einzelfall auch bei den entsprechenden öffentlichen Kostenträgern eingereicht werden.

1. Die Laufsohle wird parallel zur Brandsohle abgeschnitten. Der Angussrand der beiden Laufsohlenkomponenten bietet einen Anhaltspunkt (Punkt 1).


2. Bei S3 Modellen sollte der Schnitt ca. 2 mm unterhalb des Angussrands ansetzen, damit die eingebaute Stahlzwischensohle bzw. die metallfreie XP®-Zwischensohle nicht beschädigt wird (Punkt 2). Am einfachsten ist das vorherige Anzeichnen auf dem Seitenrahmen der Sohle. Anschließend kann zur besseren Führung mit einer Klinge diese Markierung rundherum eingeschnitten werden (Punkt 3). Danach die Laufsohle vorne am Schnittansatz herunter-
drücken und nach und nach mit der Klinge weiter abtrennen (Punkt 4).


3. Wählen Sie je nach Zurichtung ATLAS® Plattenmaterial in der benötigten Stärke aus
(max. 1cm)


4. Anschließend das Plattenmaterial leicht anrauen, säubern und an den Schuh ankleben. Dabei die unten aufgeführte Verklebungsvorschrift beachten. Die abgetrennte Laufsohle nun ebenfalls ankleben und die Verklebungsvorschrift beachten. Anschließend sind überstehende Reste am Sohlenrand abzuschleifen.


Verklebungsvorschriften

:zu verklebende Materialen müssen fein geschliffen und anschließend gesäubert werden;
 beide Flächen sollten frei von Fetten, Ölen und Silikonen sein
:den Klebstoff Köraplast 182 mit 10% Verstärker Köracur TH 240 gut vermischen
:beidseitig einstreichen
:wir empfehlen eine Trockenzeit von 40-45 Minuten
:danach den Kleber bei 70°C aktivieren und sofort verpressen

 

Im Rahmen der Produkthaftung machen wir darauf aufmerksam, dass die Baumusterprüfung in Verbindung mit einer geänderten orthopädischen Einlage bzw. Zurichtung nur dann Bestand hat, wenn die genannten Verfahrenshinweise entsprechend eingehalten werden. Bei Abweichung der Fertigung von dieser Anweisung erlischt die Gültigkeit der EG-Baumuster-Prüfbescheinigung. Stand 01/2015

» zurück

SERVICE  Sie sind noch kein zertifizierter Orthopädie-
schuhmacher? Oder haben
Sie Fragen rund um die Einlagenversorgung, orthopädische Zurichtungen und zur Kostenerstattung?


Dann wenden Sie sich gerne an unsere Fachberaterin:

Daniela Hülsmann
0231 / 92 42 - 106
ergo-med@atlasschuhe.de



Fertigungsanweisung

Die werkseitig geprüfte Basiseinlage der Schuhe muss unter Berücksichtigung einer Fertigungs-
anweisung vom Orthopädieschuhmacher aufgebaut und angepasst werden. Klicken Sie hier, um sich die Fertigungsanweisung, der nach DGUV 112-191 zertifizierten Sicher-
heitsschuhe, herunter zu laden.

 

Informationsblatt "Orthopädischer Fußschutz"

Laden Sie sich hier ein Informationsblatt zum orthopädischen Fußschutz der DGUV, Fachbereich persönliche Schutzausrüstung herunter.