Sicher beschuht Gutes tun für Bedürftige

Dortmunder Tafel nahm Spende von 230 Paar entgegen
für die Mitarbeiter im Küchen- und Lagerdienst

Ein Anruf, und der Gabelstapler wurde klar gemacht.
Die Dortmunder Tafel braucht für ihre Mitarbeiter neue Arbeitsschuhe, Atlas liefert.
Dortmunder helfen Dortmundern. Und Hilfe kann der mildtätige Verein immer gebrauchen.

Die Atlas-Schuhfabrik in Wickede ist einer der führenden Hersteller
von Sicherheitsschuhen in Europa. Aus Dortmund wandern jährlich 2,1 Millionen Paar Schuhe
in die Welt. Nun war Gerd Kister in großer Not. Der 75-Jährige ist Gründungs- und Vorstandsmitglied
der Dortmunder Tafel, die an acht Standorten in Dortmund Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt.
Gut 10000 Menschen profitieren davon. Woche für Woche werden von den Mitarbeitern der Tafel
60000 bis 80000 Kilogramm Lebensmittel eingesammelt und verteilt.
Und unter fast 600 Mitarbeitern sind viele selbst von Hartz IV betroffen.
Sie alle benötigen für ihre Arbeit in der Küche, im Lager und auf dem LKW Sicherheitsschuhe.
Lage spitzte sich zu Vor Kurzem spitzte sich die Lage zu, zum einen, weil unter den Mitarbeitern
acht Flüchtlinge sind, zum anderen, weil die Tafel auch Flüchtlingsunterkünfte mitversorgt.
„Sie hatten keine Schuhe und mussten versorgt werden“, so Gerd Kister. 230 Paar der Sicherheitsschuhklasse S1 in den Größen 39 bis 46 konnte er am Mittwoch im Betrieb von Atlas abholen, den Hendrik Schabsky, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens,
gerne „Dortmunds größtes Schuhregal“ nennt.

500000 Schuhe der Größen 36 bis 52 lagern an der Firmenadresse mit dem schönen Straßennamen „Frische Luft“. S1 bedeutet: der Glattleder-Schuh ist feuchtigkeitsabweisend und atmungsaktiv,
verfügt über eine Zehenschutzkappe aus Aluminium und eine rutschhemmende Sohle. S3 ist die höchste Schutzklasse und garantiert dazu noch durchtrittsichere Sohlen.
450 verschiedene Modelle zum Durchschnittspreis von 70 Euro das Paar stellt Atlas her für alle Branchen, in denen Sicherheitsschuhe benötigt werden. Der Vertrieb läuft europaweit.
Das Rohmaterial ist Leder vom brasilianischen Black Angus Rind. Ein großes Werk, in dem die Lederschäfte hergestellt werden, steht in Rio Grande do Sul, dem südlichsten Bundesstaat Brasiliens. Alternativ zum Lederschuh gibt es auch Modelle aus Microfaser.
Die Endproduktion samt unterspritzten Sicherheits-Sohlen findet im Wickeder Werk statt,
gegenüber dem Lager und Vertrieb. Von über 1450 Mitarbeitern arbeiten am Standort Dortmund 250. Das Familienunternehmen, als Schabskys Schuhfabrik von Hendrik Schabskys Ur-Großeltern in Unna gegründet, wächst jährlich um rund 10 Prozent. Der junge Chef (22) baut seine Belegschaft weiter aus. Zurzeit hat er sechs offene Stellen zu vergeben und dazu Azubi-Plätze. 

Copyright 23.06.2016


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